
Emilia-Romagna
Die Heimat von Parma und Bologna bringt auch im Glas Geschmack: herzhafte, unkomplizierte Weine für Genießer. Italienische Lebensart in Reinform.
Keine Produkte gefunden
Verwenden Sie weniger Filter oder löschen Sie alle
Lambrusco, Sangiovese, Pignoletto – die Rebsorten der Emilia-Romagna
Der Lambrusco hat einen schlechteren Ruf, als er verdient — und der stammt aus den 1970ern, als vor allem süße Massenware exportiert wurde. Tatsächlich ist Lambrusco eine Rebsortenfamilie mit mehreren eigenständigen Vertretern: Grasparossa ergibt kräftige, tanninbetonte Weine, Salamino fruchtige, Sorbara helle und ausgesprochen säurebetonte. Trocken ausgebaut ist Lambrusco ein ernstzunehmender Essensbegleiter. In der Romagna übernimmt der Sangiovese, hier meist runder und zugänglicher als in der Toskana. Bei den Weißweinen stehen Pignoletto und Albana — letztere war 1987 der erste italienische Weißwein überhaupt mit DOCG-Status.
Klima und Böden: Poebene und die Hügel der Romagna
Die Region teilt sich in zwei Landschaften. In der Poebene sind die Böden tief, fruchtbar und schwer — gut für Menge, weniger für Konzentration. Die interessanteren Lagen liegen an den Ausläufern des Apennin, wo Kalk und Ton dominieren und die Hanglage für Drainage sorgt. Das Klima ist kontinental: heiße Sommer, kalte, nebelige Winter.
Wofür die Emilia-Romagna steht
Für Weine, die zum Essen gehören. Kein Zufall: Die Region ist die Herkunft von Parmigiano Reggiano, Prosciutto di Parma, Mortadella und Aceto Balsamico Tradizionale. Eine Küche mit so viel Fett und Salz braucht Weine mit Säure und Frische — und genau das liefert die Region seit Jahrhunderten.
Was passt dazu auf den Teller?
Lambrusco gehört gekühlt auf 10–12 °C — er ist der einzige Rotwein, bei dem das keine Ketzerei ist. Dazu Mortadella, Tigelle, Tortellini in brodo oder schlicht ein Stück gereifter Parmigiano. Sangiovese di Romagna bei 16 °C zu Tagliatelle al ragù und gegrilltem Fleisch. Pignoletto bei 9 °C als Aperitif.
