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Franciacorta, Lugana, Valtellina – drei Regionen in einer

Die Lombardei ist weinbaulich kein einheitliches Gebiet, sondern drei sehr verschiedene: Im Osten, am Südufer des Gardasees, wächst die Turbiana und liefert den Lugana – einen Weißwein mit Zitrus, Mandel und einer salzigen Ader, der mit zwei, drei Jahren Flaschenreife deutlich gewinnt. Westlich davon liegt die Franciacorta, wo Chardonnay, Pinot Nero und Pinot Bianco zu Schaumwein nach klassischer Flaschengärung verarbeitet werden. Und im Norden, im Veltlin, wächst Nebbiolo unter dem lokalen Namen Chiavennasca an steilen Terrassen.

Klima und Böden: Gletschermoräne, Ton und Steilterrassen

Franciacorta und Lugana verdanken ihre Böden derselben Ursache: Gletscher, die am Ende der Eiszeit Moränenmaterial hinterließen. In der Lugana ist der Boden dabei besonders tonhaltig — er speichert Wasser und gibt den Weinen ihre Dichte. Der Gardasee wirkt als riesiger Wärmespeicher und ermöglicht mediterrane Bedingungen weit im Norden. Im Veltlin dagegen liegen die Weinberge auf schmalen, von Hand gemauerten Terrassen an einem nach Süden geneigten Hang — Granitverwitterung, wenig Boden, viel Arbeit.

Wofür die Lombardei steht

Vor allem für Franciacorta. Der Schaumwein reift mindestens 18 Monate auf der Hefe, beim Riserva sind es 60 — Vorgaben, die strenger sind als in vielen anderen Schaumweingebieten. Das Ergebnis ist feine, anhaltende Perlage und ein Brioche-Ton, den man sonst vor allem aus der Champagne kennt.

Unsere Winzer aus der Lombardei

Aus der Lombardei führen wir unter anderem Ca' del Bosco aus der Franciacorta und Ca' dei Frati vom Südufer des Gardasees. Welche Weine aktuell verfügbar sind, sehen Sie oben im Sortiment.

Was passt dazu auf den Teller?

Franciacorta bei 8 °C als Aperitif, zu Austern oder zu gebratenem Fisch — er verträgt deutlich mehr als nur den Anstoß. Lugana bei 10 °C zu Süßwasserfisch, Risotto und hellem Fleisch. Die Nebbiolo-Weine aus dem Veltlin bei 17 °C zu Pizzoccheri, Bresaola und gereiftem Bitto.