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Gaglioppo, Greco Bianco, Magliocco – die Rebsorten Kalabriens

Die prägende Rebsorte Kalabriens ist der Gaglioppo. Er ergibt Weine, die heller in der Farbe sind, als man erwartet, dafür aber überraschend tanninbetont: rote Kirsche, getrocknete Kräuter, ein Hauch Orangenschale, dazu eine würzige Note, die an den Süden erinnert, ohne schwer zu wirken. Im Cirò, dem bekanntesten Wein der Region, steht er allein. Der Magliocco liefert dunklere, dichtere Weine, während Greco Bianco und Mantonico für die Weißweine sorgen — mit Zitrus, Mandel und salziger Frische.

Klima und Böden: zwei Meere, ein Gebirge

Kalabrien ist eine schmale Halbinsel zwischen Tyrrhenischem und Ionischem Meer, durchzogen von den Gebirgszügen Sila und Aspromonte. Nirgendwo ist man weit vom Wasser entfernt, gleichzeitig liegen viele Weinberge in beachtlicher Höhe. Diese Kombination — mediterrane Tage, kühle Nächte, ständige Meeresluft — ist der Grund, warum kalabrische Weine trotz der Hitze Frische behalten. Die Böden rund um Cirò sind sandig-lehmig und kalkhaltig.

Wofür Kalabrien steht

Für sehr alte Weinbaugeschichte und sehr wenig Aufmerksamkeit. Die Griechen brachten den Weinbau vor rund 2.500 Jahren hierher; Cirò gilt als eines der ältesten durchgehend bewirtschafteten Weinbaugebiete Europas. Trotzdem steht Kalabrien bis heute im Schatten der bekannteren Regionen — was die Weine für Entdecker interessant macht.

Unsere Winzer aus Kalabrien

Aus Kalabrien führen wir Weine von Librandi, einem Betrieb, der maßgeblich dazu beigetragen hat, die heimischen Rebsorten der Region wieder bekannt zu machen. Die aktuell verfügbaren Weine sehen Sie oben im Sortiment.

Was passt dazu auf den Teller?

Cirò Rosso bei 16 °C zu 'Nduja, gegrilltem Schwertfisch, Auberginengerichten und gereiftem Pecorino Crotonese. Die Weißweine bei 10 °C zu Meeresfrüchten und Zitrusgerichten. Kalabrische Küche ist oft scharf — der eher schlanke Gaglioppo kommt damit besser zurecht als ein wuchtiger Rotwein.

Was DOC und IGP bedeuten, erklären wir hier.