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Was einen Premium-Wein ausmacht

Der Preis allein sagt wenig. Was die Weine auf dieser Seite verbindet, sind vier Dinge, die im Weinberg und im Keller Geld kosten: niedrige Erträge, damit die Rebe ihre Kraft in wenige Trauben legt; Handlese mit Selektion am Sortiertisch; Ausbau im Holz, oft in kleinen Barriques, oft über ein bis drei Jahre; und Reifezeit im Keller, bevor die Flasche überhaupt in den Verkauf darf. Ein Brunello di Montalcino braucht laut Vorschrift fünf Jahre, davon mindestens zwei im Fass. Diese Zeit muss ein Betrieb sich leisten können – und genau sie schmeckt man später als Tiefe, Länge und Ruhe im Glas.

Die Herkünfte, um die es geht

Italienische Spitzenweine kommen nicht zufällig aus einer Handvoll Gebiete. Im Piemont steht Nebbiolo für Barolo und Barbaresco: hell in der Farbe, streng im Tannin, mit Rosen-, Teer- und Kirschnote – Weine, die Jahre brauchen und sie auch bekommen. Die Toskana liefert zwei Linien: Brunello di Montalcino und Chianti Classico Riserva aus reinem oder überwiegendem Sangiovese, daneben die Supertoskaner aus Bolgheri, in denen Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc den Ton angeben. In Venetien entsteht der Amarone della Valpolicella aus monatelang angetrockneten Trauben – dicht, wärmend, mit dunkler Dörrfrucht. Und die Lombardei ist mit dem Franciacorta Italiens Antwort auf die Champagne: Flaschengärung, lange Hefelager, feine Perlage. Dazu kommen Einzellagen aus Sizilien, dem Friaul und Südtirol.

Welche Erzeuger Sie hier finden

Wir arbeiten in diesem Segment mit Häusern, die man nicht erklären muss: Marchesi Antinori aus der Toskana, Ca' del Bosco aus der Franciacorta, Braida aus dem Piemont, Banfi aus Montalcino, Tenuta di Biserno aus Bolgheri, Tasca d'Almerita aus Sizilien, Inama aus Venetien und Ca' dei Frati vom Gardasee. Jeder dieser Weine war bei uns im Glas, bevor er ins Sortiment kam – ein Teil davon steht auch auf der Karte im Buonissimo in Ulm.

Servieren, dekantieren, lagern

Bei Weinen dieser Klasse macht die Handhabung einen hörbaren Unterschied. Trinktemperatur: gereifte Rotweine 16–18 °C, junge, tanninbetonte eher 17–18 °C, Weißweine 10–12 °C, Franciacorta 8–10 °C. Zu warm serviert wirkt der Alkohol vor und die Frucht verschwindet. Dekantieren: junge Supertoskaner und Barolo profitieren von ein bis zwei Stunden Luft; bei sehr alten Flaschen geht es umgekehrt nur noch darum, den Wein vom Depot zu trennen – vorsichtig und kurz vor dem Servieren. Lagern: liegend, dunkel, 12–14 °C, ohne Temperatursprünge. Ein Barolo oder Brunello, der heute gut ist, ist in fünf Jahren oft besser.

Als Geschenk und für den Anlass

Eine Flasche mit Namen ist ein Geschenk, das ohne Erklärung funktioniert. Auf Wunsch verpacken wir sie passend – die fertigen Zusammenstellungen finden Sie unter Geschenksets, größere Auswahlen unter Weinpakete. Wenn Sie sich zwischen zwei Flaschen nicht entscheiden können: Schreiben Sie uns kurz, wozu der Wein getrunken werden soll. Wir antworten persönlich, nicht mit einem Formular.